Bayerns Thermalwasser besitzt annähernd Trinkwasserqualität

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Das in Bayern gewonnene Tiefenwasser besitzt hochwertige Qualität. In der letzten Eiszeit speiste Regenwasser das Tiefenreservoir, seither befand es sich lediglich im Austausch mit dem umgebenden Karbonatgestein des Oberjuras. Mit einer Mineralisation von unter 1 g/L besitzt das Tiefenwasser annähernd die Qualität von Trinkwasser, das eine ähnliche Mineralisation aufweist. In Erding bei München wurde das für die städtische Therme nicht genutzte Tiefenwasser bis zum Jahr 2011 sogar in das Trinkwassernetz der Stadt eingespeist. Hierfür war eine lediglich eine geringe Aufbereitung durch verschiedene Filtrationstechniken notwendig. Die Nutzung wurde jedoch mittlerweile eingestellt, um den steigenden Wasserbedarf der Therme Erding decken zu können. Das Tiefenwasser in Bayern unterscheidet sich deutlich von den anderen geothermisch genutzten Solen im Oberrheingraben (Mineralisation > 100 Gramm/Liter Tiefenwasser) und dem Norddeutschen Becken (Mineralisation > 300 Gramm/Liter Tiefenwasser).

Die geringe Mineralisation bedingt geringe Gehalte an korrosiven Bestandteilen, wie beispielweise Chlorid, welche die Verrohrung angreifen können. Hinzu kommen geringe Gasgehalte, so dass das Gas im Anlagenbetrieb in Lösung bleibt. An toxischen und radioaktiven Elementen liegen lediglich geringe Spuren vor, die deutlich unter der Gefährdungsrichtlinie des Weltgesundheitsorganisation für Trinkwasser bleiben. Auf Grund der Förderung im Kreislauf – Förderung und Injektion – werden nur bei der Erschließung des Reservoirs mit den Bohrarbeiten und dem Anfahren nach einem Stillstand das Tiefenwasser in Form von Wasserdampf kontrolliert freigesetzt.

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